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Dunkle Höhle

Ja es gab durchaus Zeiten in denen mir mein Leben wie eine dunkle Höhle vorkam. Dunkel, kalt, einsam und vor allem Leer.

Die Leere ist etwas was mich mein Leben lang begleitet hat. Ich war ein stilles Kind. Nicht ausgelassen oder verspielt und verträumt. Nein ich war einsam. Auch wenn sich das jetzt liest wie in einem schlechten Roman, so hatte, als ich Kind war, niemand richtig Zeit für mich.

Mein Vater war krank und mich sich beschäftigt. Meine Mutter arbeitet bis sie fast umfiel. Meine Großeltern die neben uns wohnten waren ebenfalls mit sich beschäftig. Geschwister waren keine vorhanden. Früher dachte ich immer es läge an mir, dass meine Eltern keine anderen Kinder mehr wollten, dass ich zu schlimm oder zu anstrengend war. Das meine Mutter nur bei meinem Vater blieb weil ihr selbst die Kraft fehlte verstand ich erst vor ein paar Jahren.

Groß gezogen wurde ich die ersten Jahre von meinen Großeltern die wie erwähnt neben uns wohnten. Mein Opa arbeitete und meine Oma war Hausfrau. Ich lief so nebenbei mit. Wurde zwar versorgt und gefüttert (was später mein Verhängniss wurde) aber emotional konnte mir meine Familie nichts geben. Sie hatten für sich schon zuwenig, wie sollten sie es da noch teilen?

So wuchs ich auf als Kind der Stille. Auch später als Teenie war ich immer die Stille. Die, die immer dabei war. Die, die immer dabei sein wollte sich aber nirgends und bei keinem richtig wohl fühlte. Aus dem simplen Grund weil sie sich selbst nicht mochte. Oder um in der Ich Form zu schreiben, ich mochte mich selbst nicht. Wie auch, ich wußte ja nicht wer ich war.

Niemand hatte mir je gezeigt wer ich war, was ich konnte und welche Fähigkeiten doch in mir steckten. Und niemand ermutigte mich dies heraus zu finden. Das alles lernte ich in den letzten zwei Jahren. Heute mit fast 32 weiß ich immer noch nicht genau wer ich bin. Aber ich bin auf einem guten Weg.

Menschen die mich auf den letzten 1,5 Jahren begleitet haben, können sich nicht vorstellen wie ich war wenn ich davon erzähle. Können sich nicht vorstellen, das die junge Frau die heute so scheinbar selbstbewußt durchs Leben geht, so still und voller Angst war. Manchmal scheint das selbst für mich sehr weit weg zu sein.

Doch auch heute gibt es noch schlimme Tag wo mich die Dunkelheit einholt. Da spüre ich wie sich die kalten Arme nach mir ausstrecken und mich greifen wollen. Sie wollen mich festhalten und mich wegziehen. Tage an denen ich mich klein und mies fühle. Wie ein kleines widerliches Insekt das von jedem verachtet und weggestoßen wird.

Gott sei Dank halten diese Phasen nicht mehr solange an. Ich finde schneller den Weg ins Licht zurück. Verliere es nie ganz aus den Augen, und sei der Punkt auch nur Stecknadelkopf groß in einer rießigen dunklen Höhle.

Manchmal gibt es ersichtliche Gründe warum es mich von einer Sekunde auf die andere umhaut. Auch wenn die Gründe nur für mich ersichtlich sind und oftmal sehr irrational. Ein anderes Mal scheint es keine Gründe zu geben. Und nur wenn ich dann einmal ganz tief in mich hineinhorche finde ich winzige Dinge die mich wie eine Welle überrollen. 

Dinge die für normale Menschen nicht schlimm sind oder gar schlimm empfunden werden. Mir sagte mal jemand ich sei zu empathisch, zu sensibel für diese Welt. Ich würde auch die allerkleinsten Schwingungen in einem Raum oder einer Gruppe wahrnehmen. Hypernsensibel sagte eine Ärztin zu mir. 

Trotzdem bin ich dankbar für alle Erfahrungen die ich gemacht habe. Denn sie haben mich zu dem gemacht was ich heute bin. Es gefällt mir nicht immer was ich bin, aber es ist nun mal so. An manchen Dingen kann ich arbeiten, andere werden sich glaub ich nie ändern. 

18.4.13 14:27
 
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